28.01.2013

[7]

Der Moment, wenn mein Verstand und mein Herz um meinen Mund kämpfen.

27.01.2013

[6]

Schuld. Schuld. Schuld.

Ich habe Schuld.
Ich habe sie nicht aufgehalten.
Ich habe mal wieder erst darüber nachgedacht, als es schon zu spät war.
Schuld.
Oder? Eigentlich habe ich die ganze Zeit darüber nachgedacht.
Aber das ändert nichts daran, dass ich nichts dagegen gemacht habe. Ich. Habe. Dennoch. SCHULD.
Tu dir weh. Tu dir bitte weh. Iss die nächste Woche nix.
Nichts essen hilft nicht, es ist ungesund und hinterher habe ich noch Folgen zu spüren, die alles nur noch schlimmer machen. Und schmerzen? Mir sagen doch eh alle, dass ich aufhören soll ...Weil sie genervt von dir sind. Weil sie wollen, dass du sie endlich in Ruhe lässt, dass sie nicht mehr so tun müssen, als würdest du ihnen etwas bedeuten. Man, du bist so ein Egozentriker. Du hast angefangen, über sie nachzudenken, und schon bist du wieder bei dir. Wie wäre es, wenn du dich auspowerst und ganz viel trainierst? Dann wirst du auch noch muskulös... hübsch... stark ... und die anderen müssten sich nicht mehr um dich kümmern...
...
!!!
Stimmt. Du bist so ein guter Freund. Du hast gute Ratschläge.
Und andere brauchst du nicht.

11.11.2012

[5]

lie to me
give me something worth living for
tell me a reason worth fighting for
give me anything, anything to keep me breathing

Die Schuldgefühle kommen, schlagen sich wie riesige Wellen in meinen Kopf, legen mich flach. Ich hasse es, wenn andere Menschen traurig sind. Und noch mehr, wenn ich daran Schuld habe. Ich fresse mich voll, immer weiter, immer mehr stopfe ich in mich hinein, es schmeckt nicht, es ist ekelhaft, ekelhaft süß, aber ich esse weiter. Mir wird schlecht, ich esse weiter. Ich esse weiter. Und esse weiter. Und weiter. Ich bekomme das Gefühl, dass ich mir selbst beweisen will, dass ich immer noch normal esse. Kein Problem entwickle.
Ich fühle mich, als wäre ich in einer Kiste unter Wasser. Die Wassermassen stellen eine große, schwere Dunkelheit da, verursacht durch die Masse des einen Problemes. Essen. Aussehen. Sexy sein. Wäre mir dieser Bereich nur von zwei, drei Leuten zu Ohren gekommen, wäre das alles jetzt nicht eine Masse, es wären Wassertropfen, die ich leicht wegwischen könnte, wenn sie nicht schon vorher von selbst verdunstet sind. Doch so scheinen die Wände der Kiste nach innen gedellt, jeden Moment wie vor der Zerstörung. Der Druck ist spürbar, als hätte ich zu wenig Platz in meiner Kiste. Selbst wenn ich mich ausbreite habe ich das Gefühl, ich werde bald erdrückt, sobald dieses „Problem“ wieder in meinem Kopf anwesend ist, sobald ich auch nur kurzzeitig daran gedacht habe, und daran, was passieren könnte, wenn meine Kiste zerschellt, zerdrückt wird, wenn das Wasser seinen Bahn durch die Lücken im Holz gefunden hat, wenn die Luft nach und nach immer weniger wird … Ich finde meinen Weg aus diesem Ozean nicht, jedes Mal, wenn ich denke, ich habe einen Schlupfwinkel gefunden, als wäre ich wieder an der Oberfläche, fängt es an zu regnen, es regnet Worte, Gefühle, Gedanken, und alle zu diesem einen Thema, dass langsam heraussticht, das eine Thema, das ich inzwischen überall zu sehen scheine ... Das Holz meiner Kiste saugt sich voller und voller und zieht mich wieder nach unten, zurück in die Dunkelheit ...

"Boah, meine Oberschenkel sind einfach zu fett! :'D ". Sofort will ich sie dafür schlagen, dafür, dass sie MIR gegenüber so etwas sagt. Sie beschwert sich, dass wir sie fertig machen, immer wieder, und ihr Vorwürfe machen, aber stattdessen ihr etwas mehr Aufmerksamkeit schenken sollten. Sie verlangt Toleranz, die sie selbst nie aufzubringen fähig war. Was erwartest du von mir?, will ich sie anschreien. Wie ein Flugzeug in ein Haus fliegt und eben jenes wie ein Kartenhaus zusammenstürzen lässt; genauso bohrt sich ein Bild in meinem Kopf, ein Bild, in dem ich sie bewusstlos schlage, sie mit meinem eigenen Blut vollschmiere und sie anschreie; und es erschüttert mich. Ich weiß, dass ich nicht so denken darf. Ich weiß, dass ich nicht so denken WILL! Ich weiß, dass ich meine Wut nicht unbegründet an anderen auslassen sollte. Und deswegen, deswegen will ich die Schmerzen verspüren, die ich anderen beinahe angetan hätte. Aber auch das will ich nicht. Ich bin es satt, nicht gegen meine selbstzerstörerischen Gedanken anzukommen. Ich zerstöre mich selbst, langsam aber sicher entfalle ich mir, und damit allen ...

23.10.2012

[4]

Ich kann mit niemandem darüber reden. Ich will sie nicht enttäuschen.
Ich kann ihm nicht sagen, was Sache ist, aus Angst, dass er dann wieder traurig wird.
Ich kann nicht aufhören zu denken, dass ich mir wehtun muss und verabscheue mich dafür.
Ich kann .... nicht ...
Ich kann einfach nicht mehr.

20.09.2012

Until the end

Jetzt wird sich zeigen, wie stabil sie wirklich ist.

Es war genau wie das letzte mal:
"Guck dir mal ihren Bauch an! Der ist voll lustig! Oben so übelst dünn und dann ist da so ein Bauchansatz."

Und genau wie letztes Mal hat sie sich dafür geschämt.
Nur dieses Mal - dieses Mal hat sie eine Ausrede gebracht.

Ihre Blase sei voll ...
Will sie damit auch sich selbst überzeugen, ihren Gedanken: "Das kommt daher, dass ich wieder esse ... "
überspielen?

Und dann kommt sie wieder mit der alten Tour an ...

Und dann fühle ich mich wieder schlecht, weil ich Mitleid mit ihr haben sollte ... aber nein ...
stattdessen denke ich die ganze Zeit daran, wie ich mir jetzt Schmerzen zu füge - und tada! Da ich mich so stark auf das nicht-Selbstwehtun konzentriert habe, habe ich, mal wieder, so wie immer, einen Fehler gemacht ... der dazu führte, dass ich wenigsten psychisch Schmerzen hatte, die letztendlich in ein mit-den-Fingerknöcheln-gegen-das-harte-Bett-schlagen und auf-dem-Boden-schlafen geführt haben.
Und in meinem Kopf habe ich mein Herz zerschnitten, in viele Einzelteile und zugeschaut, wie das Blut läuft ... Blut ist schön, sehr sehr schön. Irgendwie.

Und noch dazu habe ich meinen Patner am schlafen gehindert - das zweite mal so sehr, dass seine Stimmung so schlecht war, dass es zu ebendiesen psychischen Schmerzen kam. Yey.

Ich dachte, ich wäre darüber hinweg ... aber anscheinend bin ich das noch nicht gänzlich.

Leben bis zum Ende - bis man stirbt. Durch einen Unfall, natürliche Ursachen oder durch Suizid.
Aber der Sterbeweg ist egal. Dannach kommt immer das Ende.

15.06.2012

[3]

Was habe ich nur getan.?
Jetzt weiß ich, wie sie sich fühlte. Jetzt; ein halbes Jahr zu spät.
Hätte ich sie nur früher verstanden, gewusst, was sie gerade durchmacht. Vielleicht müsste ich dann nicht wöchentlich auf ihr Grab hinabschauen und vor Schmerz fast umkommen. Aber in solchen Momenten scheint Denken unmöglich.

Alles schießt mir innerhalb von Sekundenbruchteilen durch den Kopf. Ich keuche. Muss weiterlaufen. Darf nicht weinen; nicht jetzt.
Wie, sag mir, wie konnte sie so lange durchhalten? Die erste Träne fällt, rollt meinen Arm herab, dann meinem Bein. Schließlich zerplatzt sie mit einem leisen platsch auf dem Buch, welches ich fallen ließ.
Ich sehe, wie es passiert, ich denke, dass es passiert, ich höre meinen unterdrückten Schmerzenschrei. Doch ich spüre nichts. Nicht, wie sich die Scherbe in mein Fleisch bohrt, auch nicht, wie das Blut fließt.

Ich bin weg.

Nicht aufzufinden, gefangen im Körper.

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Merkt ihr Erwachsene eigentlich manchmal, dass ihr alles nur noch schlimmer macht?
Ihr erkennt die Lügen nicht. Ihr lebt damit. Und schreit einen an. So sinnlos.
Es war nur, um den Schmerz zu betäuben.
Es funktioniert.
Aber nach eins, zwei Minuten kommt ihr und verursacht einen neuen.

Manchmal seid ihr so Hirnrissig.

13.06.2012

[2]

"Ich habe das Gefühl, ich mache alles falsch ._. "
Damit bist du nicht alleine; schießt mir durch den Kopf.
Und wiedereinmal ist mir die langsam kriechende, alles verschlingende Dunkelheit - die so sehr nach Regen riecht, dass mir der Kopf davon schwirrt - verwehrt geblieben.
Der einize Ausweg funktioniert nicht - man wird davon abgehalten.

Wieso kann nicht einfach alles so einfach sein, wie man in einem Buch liest?
Man wüsste, was der gegenüber denkt, empfindet, und für die Sorgen hätte man 5 Stunden extrazeit um darüber nachzudenken.

Wie viel ist 2+2?
Manchmal 4, manchmal 3, manchmal 5, manchmal alles zusammen.
Ich kann nicht aufhören zu denken, bis ich denken WILL. Denn genau dann funktioniert es nicht.
MENSCHENHASS!!!
Lehrer, mit ihrer pseudo-netten Art, Mitschüler, die sich ungerecht behandelt fühlen, aber selbst keinen Deut besser sind. Das Gefühl, mich selbst zu verletzten steigt und steigt. Denn ich will den anderen nicht wehtun. Niemals. So häufig war ich kurz davor. Besser, ich lasse den Gummi Schnipsen.

*schnips*

...

*schnippel*

...


*schnaps*


...


*schnipps* *schnipps* *schnipps*

AU!

Und genau dann kommt ER vorbei.
Ich will ihn nicht mögen. Das verursacht Probleme. *SCHNIPPS*
Ein blauer Fleck entstand. Ich habe zu stark gegummiet. Aber es hilft. Zumindestens rede ich mir das ein.