Irgendetwas läuft falsch.
Die beste Freundin stirbt innerlich; man sieht es ihr sogar an.
Man weiß, dass man ihr helfen sollte, ihr helfen KANN ... doch es geht nicht. Man würde etwas falsch machen. Der Versuch würde mehr zerstören, als dass er helfen würde.
Zu schlimm! Und man selbst fängt an aufzuhören. Aufzuhören, aufzuhören. Leben, Fühlen, Denken. Diese Hilflosigkeit ist tötend.
Man fängt an, anzufangen. Nachzudenken, was man machen will, bevor man sich das Leben aus dem Körper quetscht. Was und ob man schreiben will. Wie man schreiben will ...
Der Himmel ist zu blau, zu schön um ihn zu ignorieren. Aber das darf ich sowieso nicht. Ich lache, um meine Verzweiflung zu überdecken.
"Was ist los mit dir?"
"Nicht, wie kommst du darauf?"
"Du bist heute so komisch!"
*Schulterzuck*
Die Musik ist wundervoll. Drei Stunden unterbrechungslos läuft sie schon, und ich werde ihr einfach nicht müde. Sie erinnert an die schon sorgenvolle Kindheit. Und an längst vergangene Tage. An den kaputten iPod und schöne Erinnerungen, wie ich Sun kil moon, Cover von Bon Iver Liedern, Gerhard Schöne, Lieder, die man mit 15 einfach nicht mehr hört - anhöre."Alte Erwachsene Lieder", die für alle die man kennt einfach total langweilig und unverständlich ist.
Sie erkennen den Sinn einfach nicht.
Im Regen liegen.
Über Liebe nachdenken.
Selbstmord.
Die Verbindungen, die zwischen allem liegen. Wie alles miteinander verknüpft ist ...
Und plötzlich übermannen einen Schuldgefühle, und alles, was man will, ist vergessen.
Man würde Drogen nehmen, einfach um nicht mehr von den kurzen Erinnerungssequenze gequält zu werden.
Drogen ... Alkohol ist nicht zu schlimm wie man denkt, mit der Zeit verliert es auch seine Wirkung.
Und wieder einmal ist ein Stück in seinem wasauchimmer gestorben.
Die Augen fallen zu ...
Der letzte Gedanke: Fernsehseriencharaktere sind manchmal so, wie man selbst lieber sein würde. Und dass, obwohl sie von allen gemobbt werden.